Die Welt

Stimmen und Schriften aus der Ferne #12

Stimmen des Nordens

„… eine Burg aus Stahl mit einem Dom aus Silber!?! Na, das lässt mich an eine besonders seltsame der vielen alten Sagen denken, die uns damals meine Urgroßmutter – die angeblich selbst einst bis in die Städte des fernen Imperiums gereist war – immer während der langen Winternächte erzählte: Leider sind mir viele Einzelheiten entfallen, aber es ging um einen jungen Jäger, der auf der Spur eines schrecklichen Riesen – oder vielleicht auch eines riesigen Wolfes – tief in den Hodmimholt vorstieß und endlich sogar in die dahinter liegenden Berge aufstieg. Dort zog ihn die Spur der Bestie immer weiter in die eisigen Pässe und Hochtäler und er verlor jedes Gefühl für die Zeit und spürte kaum noch, wie sein Körper immer schwächer wurde. Dann kam ein Sturm auf und er spürte plötzlich den faulen Atem seines Gegners hinter sich. Blindlings suchte er Zuflucht in einer schmalen Felsspalte, in welche nicht einmal der Kopf der Kreatur hineingepasst hätte. Aber Furcht hatte den Jäger erfasst, so dass er sich immer weiter durch die scharfen kalten Steine schob – bis er von einem Herzschlag zum anderen ins Freie fiel! Nur langsam begriff er, dass er nicht auf Schnee oder Eis, sondern in dichtes grünes Gras gefallen war. Da hob er den Kopf und sah vor sich ein blühendes Tal mit Seen und Wasserfällen, an dessen Ende eine gewaltige schmale Felsnadel über die Wolken und scheinbar direkt unter dem Mond aufragte! Eine Felsnadel, zu deren Füßen ein Palast aus Kristall und Silber lag, den dutzende schimmernder Kuppeln schmückten …“  

 

Rellkrin Grehm, Pelzjäger aus Svinsager, bei einem Gelage mit den Eispiraten der Schneewespe

 

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