Das Drumherum

So eine Art Werkstattbericht – und zwar fragmentarisch

Was treibt eigentlich die Malmsturmhorde gerade so? Und treibt sie überhaupt noch was? Dazu können wir sagen: Keine Angst, sie treibt noch! Trotz unbarmherzigen Real-Lifes. Trotz Killerviren. Und trotz einiger wirklich positiver persönlicher Entwicklungen, die aber nix mit dem Rollenspielhobby zu tun haben.

Heute wollen wir Euch mal einen kleinen, sozusagen fragmentarischen Einblick in das geben, was hinter schwarzen Vorhängen und in verborgenen Kanälen so getrieben wird:

Zuerst ein paar Worte zum bereits zweimal angekündigten nächsten Band Wege aus Blut und Eisen. Das Ding hat Historie, will sagen eine Geschichte daher auch zwei Ankündigungen. 

Dieser Band war Teil der ersten Edition, wurde aber aufgrund der Veröffentlichung von Fate Core zurückgestellt, um »Malmsturm – Die Fundamente« zu erschaffen. Dieser Szenarienband enthält nicht nur die Beschreibung dreier Abenteuerschauplätze mit vielen Plotaufhängern, sondern auch drei, von Hand geletterte Comics, die auf diese Schauplätze einstimmen (genaueres lässt sich hier nachlesen). Doch zum jetzigen Stand:

Potzblitz das Ding war von Werner, Sebastian und Bjorn ( der mit O und ohne Ö) fertig geschrieben und von Helge und Flo ins Reine gebracht, bis eine Nebelkrähe im Team merkte, dass die Anzahl der Antagonisten im Bestiarium des Buches in jeder Region nicht gleich waren.

Absolut Absurd ( wie Richter Bienenwachs sagen würde). Ergo da musste neues Material her, das wir dann auch munter bastelten.

In der Zwischenzeit layoutete sich Dom bis zum Bestiarium vor und Björn (der mit Ö und Zeichenfeder) schoss mit Illus um sich, um die fehlenden Bestien auch in Szene zu setzen. Es fehlt nur noch das Bestiarium also. Doch dann kam diese Corona-Kiste, der Layoutmensch muss wie viele andere auch Kinder und Job unter einen Hut bekommen. Mittlerweile hat sich das ja alles eingespielt, doch zum Layouten kommt er dennoch nicht mit gutem Grund: Der ist 52cm groß und wiegt 3430g. Aber wir bleiben hartnäckig und schicken das Buch asap zum Drucker.

Und auch an anderer Front gibt es Neuigkeiten zu berichten:

Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an die Malmsturmfragmente – unsere alte Artikelserie , die damals, vor langer, langer Weile dazu diente, die Malmsturmwelt jenseits gedruckter Bücher ein wenig auszubauen. Die Fragmente, das war eine Reihe von Orts- und Personenbeschreibungen, von Stories zu Organisationen und Artefakten, von Abenteueraufhängern und Funfacts aus der Malmsturmwelt – kurz ein wüster Haufen bunter Artikel zu wirklich allem Möglichen. Es hat uns damals wirklich Spaß gemacht, den ganzen Kram zu schreiben, und ihr könnt die gesammelten Artikel natürlich auch immer noch lesen – und zwar hier.

Nun haben die Fragmente natürlich auch ein paar kleinere Nachteile:

 

  • Sämtliche Werte, die sich in den Fragmenten finden lassen, sind noch mit den Regeln der alten Malmsturmversion erstellt.
       
  • Eben weil die Fragmente immer einen bunten Strauß der verschiedensten Themen abdecken sollten, ist die Artikelmasse reichlich unsortiert.
       
  • Und wer die Fragmente vielleicht auch mal bei Stromausfall und mit ohne Internet lesen möchte, der hat nun leider reichlich Pech!
           
    Das war für uns Grund genug, noch einmal einen ganz genauen Blick auf die Fundamente zu werfen, um zu sehen ob man da nicht was dran drehen kann. Zunächst einmal hat unser Florian die Texte gesichtet, kategorisiert und verschlagwortet als Vorarbeit um diese zunächst für sich stehenden Fragmente nachträglich zu einem oder mehreren stimmigen Büchern zu kombinieren und verbinden.

 

Danach machten sich Werner und Bjorn ( der mit O und ohne Ö) daran, dieses große Werk fortzusetzen, die einzelnen Artikel thematisch zu sichten und nach weiteren Kategorien zu sortieren. Diese Kategorien sind, das war jetzt sicher nicht schwer zu erraten, „Norden“, „Waismark“ und „Imperium“. Das war nicht immer einfach – was macht man zum Beispiel mit Artikeln, die Infos zu allen drei Regionen enthalten? Oder was mit Artikeln, die sich mit keiner der drei Regionen befassen?

Im Rahmen dieser großen Sortieraktionen wurden dann natürlich auch diverse  Zählprogramme angeschmissen um zu ermitteln, wie viel Textmasse in jeder der drei Kategorien angefallen war. (Dabei kam dann beispielsweise raus, das die Waismarkartikel die geringste Textmasse ausweisen).

Der ferne Zweck des ganzen Aufwandes ist natürlich, das ist jetzt bestimmt keine Überraschung, dass wir die Fragmente irgendwann einmal in Form von drei coolen Printpublikationen rausbringen.

Und damit diese drei schicken Büchlein nicht nur „Alter Wein in neuen Schläuchen“ sind, haben wir uns natürlich das eine oder andere überlegt:

 

Es wäre natürlich uncool, wenn die Artikel einfach nur grob sortiert abgedruckt werden würden. Das wäre mehr oder weniger das publizistische Äquivalent zur Kehrschaufel. Daher wird jeder der drei Bände eine Art „Rahmenhandlung“ bekommen, die die im jeweiligen Buch gelisteten Artikel sinnvoll zusammenfügt und in der sich natürlich auch neues, zusätzliches Material finden wird.

Die jeweilige Rahmenhandlung passt natürlich zur jeweiligen Gegend:

 

  • In der Waismark haben wir uns, so richtig schön mittelalterlich, vom Decamerone und den Canterbury-Tales inspirieren lassen. Als eine kleine Reisegruppe illustrer (und hochrangiger) Gestalten während eines Sturmes Zuflucht in einer alten Wasserburg sucht, scheint es zunächst ein fröhlicher Abend zu werden, denn der skurrile Baron Mitterbach, der die triefnassen Reisenden bewirtet, weiß so manche Geschichte zu erzählen. Doch die Nacht voller Geschichten wird eine eigentümliche Wendung nehmen.
       
  • Im Imperium hingegen hat der ungemein reiche alte Seefahrer Lord Albahri zu einem Bankett geladen. Das wirklich merkwürdige daran: die Gäste. Statt wie üblich den örtlichen Adel der Stadt Manto einzuladen, hat der greise Lord Einladungen an einen ganzen Haufen unterschiedlichster Individuen aus allen Teilen des Imperiums verschickt. Das Ganze hat natürlich einen geheimen Zweck, denn ein Fürst wie Albahri tut nichts ohne Grund. Welcher Zweck dies sein könnte? Wer weiß…
       
  • Im Norden wandert der zerlumpte Vagabund Gunthur von Ort zu Ort. Wo immer er hinkommt, erzählt er seinen Zuhörern wundersame Geschichten im Austausch für einen Teller Suppe – oder im Austausch gegen andere Geschichten. Auch hier sind die Dinge natürlich nicht wie sie scheinen. Gunthur immer auf den Fersen und stets zu spät dran ist ein Holmgænger. Ein Holmgænger mit einem Verdacht!

 

Neben den Rahmenhandlungen wird natürlich auch an den einzelnen Artikeln selbst geschraubt – und natürlich kommen einige neue Artikel hinzu. Im Falle der Waismarkfragmente wird dies voraussichtlich ein längeres „Abenteuer“ sein, dass sich im Großen und Ganzen mit gar schweinischen Schweinereien befassen wird. Das ist der Part des Ganzen, mit dem Werner und Bjorn sich zuletzt intensiv beschäftigt haben.

Bevor ihr nun fragt, wann diese drei tollen Bücher im Laden stehen werden: Einen festen Zeitplan dafür haben wir noch nicht. Wir verfahren da nach den beiden bekannten Malmsturmschöpfer-Mottos „Gut Ding will Weile haben“ und „Mühsam ernährt sich das Schleichhörnchen“.

 

So much for now und bis zum nächsten Mal,

 

Eure Malmsturmhorde

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