Die Fragmente

Malmsturm – Die Fragmente: Die Sandspeicher von Ildrem

Tief in den endlosen Dünen der Wüste Horm soll der Legende nach einst die Stadt Ildrem gelegen haben. Außer dem Namen ist fast nichts über diese Siedlung bekannt, aber die Geschichte der Sandspeicher kennt jedes Kind im Kernland des Imperiums: Als das Land immer trockener wurde und die Wüste sich auszubreiten begann, da erbauten die Technosophen von Ildrem eine Flotte gewaltiger stählerner Skorpione, die selbstständig umherzogen und mit ihren riesigen Schaufelscheren jede neue Sanddüne abtrugen, um dann den gesammelten Sand in ihren hohlen Leiber zu schweren Glasplatten zu schmelzen, mit denen...

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Malmsturm – Die Fragmente: Grollkeiler

In allen Wäldern der Waismark finden sich zahlreiche Wildschweinrotten, die den umliegenden Bauernhöfen oftmals zur Plage werden, die aber ebenso häufig als beliebtes – wenn auch nicht ungefährliches – Jagdwild der Fürsten und Ratsherren dienen. Nun werden die typischen schwarzroten Wildschweine der Waismark ohnehin sehr groß, aber auf dem Lande weiß buchstäblich jedes Kind, dass kaum etwas so viel Unheil verheißt wie die Sichtung eines riesenwüchsigen Keilers in einem nahe gelegenen Dickicht. „Riesenwuchs“ bedeutet in diesen Fällen ein Wildschwein von der Größe eines Ponys...

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Malmsturm – Die Fragmente: Nebelklingen – der Hauch der Verwüstung

Der Norden ist reich an ebenso seltsamen wie mächtigen Waffen und Materialien, aber auch wenn der Anblick einer Eisenglasklinge, einer Axt aus Maelanir oder einem Speer aus massivem Korruleum Respekt – und vielleicht Habgier – in einem Krieger wecken mag, so ist der bloße Anblick derartiger Waffen doch kaum ein Anlass zu wirklicher Furcht oder gar nacktem Entsetzen. Wer jedoch erfahren genug ist, um eine der sogenannten Nebelklingen zu erkennen, der wird beim tatsächlichen Anblick einer derartigen Waffe leicht von Angst und Abscheu in einem Ausmaß erfasst werden, dem selbst gestandene Krieger...

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Malmsturm – Die Fragmente: Thayla Jed – die maskierte Jägerin von Lyssa

Wer in den Kanälen von Lyssa nach einem guten Kanaljäger oder Führer sucht, der wird unweigerlich auf den Namen Thayla Jed stoßen. Allerdings scheint niemand das Gesicht dieser Frau, die oft als beste Kanaljägerin dieser Ära bezeichnet wird, je deutlich gesehen zu haben, so dass sie meist nur als dunkelgrau vermummte und zierliche Gestalt beschrieben wird. Gleichzeitig ist sie Gegenstand vieler wilder Gerüchte, die sich bevorzugt mit ihrer unklaren Herkunft und Vergangenheit befassen. Besonders häufig ist dabei die Rede vom Schicksal der sogenannten Sternschwestern, wunderschönen Zwillingen,...

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Malmsturm – Die Fragmente: Die Ringe der Grauen Monde

Folgt man den Spuren der Schriftgelehrten und Barden, der Legenden und Litaneien bis in die fernste Vergangenheit, so lassen sich in jedem Teil der Welt – von den Gletschern des Nordens bis zu den Dschungeln des Südens – Erzählungen über die geheimnisvollen Ringe der Grauen Monde finden. Diese bleigrau bis aschfahlen Schmuckstücke existieren in verschiedenen Größen, entsprechen aber meist in Gestalt und Umfang einem schlichten Fingerring und übersteigen nie die Ausmaße eines schlanken Armreifs. Im Norden wird ein solcher Ring oft als Graureif bezeichnet, im Imperium spricht man von Mondbändern...

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Malmsturm – Die Fragmente: Die Zwölf Felsen

Es ist wieder Donnerstag, der malmsturmigste Tag überhaupt Zeit für ein neues Fragment aus der Welt von Malmsturm. Stimmen aus der Waismark …es ist eine Inselkette. Der Rest einer weit größeren Kette, die einst bis zum Imperium reichte. Was ist daran nicht zu verstehen? Wünscht euch besser nicht, dass die ganze Kette wieder auftaucht – denn dann werden wir alle wieder an der Kette des Imperators liegen, so wie es einst der Kolonie unserer Vorfahren erging! Tulav der Gestrandete, stadtbekannter Säufer und Bettler aus Kaerwydden   Die Seeleute in den westlichen Gewässern...

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Malmsturm – Die Fragmente: Nephropiden – die Axtgreifer des Gerdersees

Niemand, der in der Nähe des Gerdersees aufwuchs oder dort längere Zeit lebte, käme je auf den Gedanken, irgendwo an den dünn besiedelten Süd- und Westufern des Sees ein Nachtlager aufzuschlagen, auch wenn dort ein sanftes Klima und fischreiche Gewässer locken. Leider jedoch fehlt manchen Reisenden diese Weisheit, so dass ihre Lagerfeuer oder warmen Körper in den Stunden nach Mitternacht eine Schar hungriger Besucher aus dem See herbei locken, gegen deren Waffen und Panzer sich nur die wenigsten zu wehren wissen. Bei diesen Besuchern handelt es sich um sogenannte Nephropiden, amphibische...

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Malmsturm – Die Fragmente: Bohraugen – Werkzeug oder Virus?

Alle Dwargen kennen von Kindheit an die Geschichten und Legenden über die sogenannten Bohraugen, rätselhafte Juwelen oder Edelsteine mit übernatürlichen Kräften, welche in den meisten Erzählungen nur von besonders tapferen, klugen oder sonstwie tugendhaften Helden genutzt werden können – und kaum ein erwachsener Dwarg glaubt an die tatsächliche Existenz solcher Schmucksteine. Dennoch sind Bohraugen, wenn auch sehr selten, doch mehr als Aberglaube und Hörensagen: Vielleicht einmal in hundert Jahren findet ein Dwarg in einem abgelegenen oder neu erschlossenen Stollen, einer soeben entdeckten...

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Malmsturm – Die Fragmente: Udord Korl, Waldbauer und Weghüter im Hodmimforst

Gute 15 Tagesreisen östlich der Stadt Svinsager und ihrer wohlgenährten Einwohner erhebt sich aus einem Meer uralter Baumkronen ein kleiner gerodeter Hügel, von dem aus man in der Ferne eine langgestreckte Flussbiegung erkennen kann: Dort wendet sich der ruhige Strom des Svatyr gen Nordwesten, in Richtung seiner Mündung in die Weiten des Nebelmeers. Dort liegt aber auch die sicherste und flachste Furt über den Svatyr weit und breit, denn der Fluss wird in der Nähe seiner Mündung oft von sumpfigem, von Grundaalen verseuchtem Morast gesäumt, während weiter flussaufwärts schwer passierbare...

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Malmsturm – Die Fragmente: Der Waldkirchturm

Wer einige mühsame Tagesreisen  von Kanoél aus gen Südwesten, bis tief in die waldbedeckten Hügeln von Brocaeliand, auf sich nimmt, der wird bald in den wenigen Wirtshäusern und Dörfern Geschichten über einen einsam gelegenen Wald vernehmen: ein Wald, den niemand mehr betreten haben soll, seit Genalb Aerdswaeren vor über hundert Jahren den Stadtrat von Kanoél stürzte. Doch selbst in den Jahrhunderten zuvor, so die Geschichte, kehrte kaum jemand lebend zurück, der aufgebrochen war, um diesen fluchbeladenen Wald zu erkunden – und an solchen mangelte es nicht. Denn in diesem Wald,...

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