Die Welt

Von Menschen…

Die Ladchoum mögen harmlos wirken, aber ein Freund von mir hat mal einen ihrer merkwürdigen Tees getrunken – und ich schwöre euch, seitdem spricht er regelmäßig im Schlaf: mit der Stimme eines Ladchoum!
– irgendwo im Norden

Obwohl es in den verschiedenen Regionen der Welt von Malmsturm nicht an Geschichten über ferne Länder und Nationen mangelt, die von fremdartigen, nichtmenschlichen Rassen beherrscht werden sollen, so wird man doch nirgends die vertrauten (und manchmal als „klassisch“ bezeichneten) Völker der Elfen, Zwerge, Halblinge, Orks oder Gnome vorfinden – ebenso wenig wie quasi-humanoide Drachen-, Löwen- und Wolfsmenschen. Stattdessen haben „normale“ Menschen scheinbar auch die letzten Winkel der Welt besiedelt: Menschen aller Haut- und Augenfarben, aller Größen und Körpertypen. Diese umfassen jedoch keineswegs alle denk- oder spielbaren Malmsturm-Charaktere:

Zunächst einmal führten Isolation, übernatürliche Kräfte oder Umwelteinflüsse in einigen besonders entlegenen Gebieten zu drastischen physischen und psychischen Veränderungen, der dort lebenden Menschen, so dass sich aus diesen im Lauf der Jahrtausende wirklich eigene Arten oder Unterarten bildeten. Beispiele für beide Fälle sind einerseits die monströsen Qôroq Qôl, welche die nördlichsten Gletscherzonen bewohnen und von Fremden meist nicht mehr als menschlich anerkannt werden, und andererseits die elenden Irrformen, deren bizarre Mutationen sie oft zwingen, ihr gesamtes Dasein in den tiefsten Kanälen unter den Städten des Imperiums zu verbringen.

Darüber hinaus aber ist die Welt von Malmsturm Heimat unzähliger buchstäblich einmaliger Wesen, die ihre Existenz oft nur einem fehlgeschlagenen Experiment, einem uralten Artefakt oder einem bizarren Fluch verdanken: Ein Mann aus Metall, der eigentlich nur eine Maschine für einen längst vergessenen Krieg sein sollte. Ein augenloses Straßenkind, das alles um sich herum nur in den Farben der Magie erblickt. Eine entflohene Sexsklavin, deren Körper auf Kundenwunsch in die Gestalt einer humanoiden Katze verwandelt wurde. Etc. – FATE macht es sehr einfach, solche einzigartigen Charaktere zu erschaffen, auch ohne dabei vorgefertigte Schablonen für Golems oder Katzenmenschen zu benötigen, egal ob es um Spielercharaktere oder ihre Gegenspieler geht. Dieses Prinzip „exotisches Individuum statt exotischer Spezies“ stärkt nicht nur die ganz persönliche Qualität solcher Spielercharaktere, sondern unterstützt auch den generell „humanozentrischen“ Ansatz, der im „Sword and Sorcery“ Genre häufig anzutreffen ist.

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