Die Fragmente

Malmsturm – Die Fragmente: Geysirmuscheln

An vielen Orten in den sonst eisigen Weiten des Nordens finden sich bekanntlich heiße Quellen oder Geysire, die selbst dann lebensnotwendige Wärme spenden, wenn lichtlose Winter das Land zu verschlingen drohen. Doch entlang der Gestade des Nebelmeers und seiner Inseln, sowie an den Ufern des Amswardsees, lauert an solchen Orten oft ein heimtückischer Räuber, dessen Hunger schon viele unachtsame Reisende zum Opfer fielen. Dieser Räuber ist dabei nahezu unbeweglich und verfügt weder über Zähne noch Klauen. Stattdessen verlassen sich Geysirmuscheln ganz auf ihre hervorragende Tarnung und ihre ebenso ungewöhnliche wie wirkungsvolle Waffe: Geysirmuscheln sind schneckenähnliche Wesen, die ihre fleischigen und verletzlichen Körper – welche die Größe von ausgewachsenen Schweinen erreichen können – meist im Erdreich verbergen. Dort bilden sie keine hartschaligen Schneckenhäuser, sondern lange segmentierte Röhren voller Kammern und Ventile aus, die sie an einem Ende mit einem unterirdischen Heißwasserreservoir verbinden. Das obere Ende der Röhre ragt hingegen kaum sichtbar aus dem Erdboden heraus und kann von der Geysirmuschel sogar ein wenig bewegt werden, denn die Muschel wächst mit ihrem Körper um die Röhre herum und vermag so das letzte Röhrensegment zu kontrollieren. Überall um das Röhrenende herum schiebt die Muschel außerdem sechs dünne Stielaugen aus dem Boden heraus, die von Mensch und Tier leicht übersehen oder für Planzen gehalten werden. Melden diese Stielaugen jedoch ein potentielles Opfer in der Nähe, so ziehen sich die Stiele in dem Moment zurück, in dem das „Endrohr“ sich aus dem Boden schiebt und Richtung Opfer zielt. Unmittelbar darauf schießt eine Fontäne kochendheißen Wassers unter enormem Druck aus dem Rohr, um so das anvisierte Opfer und alles lebendige in seiner Nähe einer tödlichen „Dampfgarung“ zu unterziehen! Sollte dieser Angriff fehlschlagen oder es gar zu einem Gegenangriff irgendeiner Art kommen, so verfügt die Geysirmuschel – je nach Größe – noch über zwei bis drei, in seltenen Fällen sogar vier, weitere „Ladungen“. Sind diese jedoch erschöpft, so dauert es Stunden, um einen neuen Angriff vorzubereiten, so dass der Geysirmuschel solange nur der Schutz ihres Erdverstecks bleibt. Registriert eine Geysirmuschel nach einem Angriff jedoch einige Minuten lang keine Erschütterungen durch Schritte oder ähnliches, so schiebt sie zunächst ihre Stielaugen aus dem Boden. Nehmen auch diese keine Bewegung wahr, so verlässt die Muschel mit ihrem ungeschützten Körper langsam das Erdreich und kriecht zu ihrer Mahlzeit. Da diese bei einer großen Fontäne bis zu einem Dutzend Ellen entfernt liegen kann, löst sie das – angewachsene – „Endrohr“ vom übrigen Röhrensystem und ist daher eine Zeitlang wehrlos. Kleinere Opfer wie Hasen, Vögel oder Lämmer werden dann von der Muschel langsam zurück geschleift bis sie sich wieder mit ihrem Röhrensystem verbinden kann. Die Schnecke verbirgt sich dann mit dem toten Tier in ihrer Erdhöhle und verspeist es dort. Bei größeren Opfern jedoch kriecht die Muschel direkt unter den leblosen Körper, um ihn zu verzehren, auch wenn sie dort keine Verbindung zu einer heißen Quelle herstellen kann!

Auch, wenn sie als sehr gefährlich gelten und schwer (rechtzeitig) zu entdecken sind, so sind Geysirmuscheln aber auch eine begehrte Jagdbeute, denn ihr Fleisch gilt als schmackhaft und gesund und sein Genuss soll vor Unterkühlung und Erfrierungen schützen! Noch begehrter als das Fleisch sind allerdings die Kalkröhren der Muscheln: fein zerrieben werden sie unter Straßenbeläge gemischt und verhindern dort die Bildung von Eis bis weit unter den natürlichen Gefrierpunkt! Einige Händler behaupten sogar, dass Alchemisten und Baumeister im fernen Imperium diesen speziellen Kalk mit Gold und Edelsteinen aufwiegen würden, aber niemand scheint die Gründe dafür zu kennen…

Mögliche Aspekte im Gelände nahe einer eingegrabenen Geysirmuschel:

  • Verdammt heißes Pflaster!
  • Jeder Schritt kann der letzte sein!

Mögliche temporäre Aspekte nach Verzehr von Geysirmuscheln:

  • Solang das Wasser flüssig ist, kann man auch drin schwimmen!
  • Meine Muskeln halten mich wärmer als jeder Pelz!

Talente & Gaben:

Flächenangriff

kann Erfolge aus einem Angriffswurf nach Belieben auf Gegner in derselben Zone verteilen

Tödlicher Flächenangriff :

+1 auf den Angriffswurf für Flächenangriff

Untergetaucht:
+2 auf Heimlichkeit wenn unter Erde, Wasser, Geröll oder toten Tieren verborgen

Schergenqualität:

+3 (gut)

Belastungspunkte

Körperlich: 3
Mental: 3
Arkan: 3

2 Comments on Malmsturm – Die Fragmente: Geysirmuscheln

  • Karsten says:
    29. März 2012 at 07:19

    Diese Fragmente sind wirklich großartig und man will sofort Malmsturm spielen! Mehr davon!!!

    Antworten

  • Dominik says:
    29. März 2012 at 08:22

    jeden Donnerstag ;-).
    Danke fürs Lob 🙂

    Antworten

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